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„Ironman“ vom Schliersee
Mittwoch, den 05. Juli 2017 um 15:22 Uhr

Stefan Hütter - der „Ironman“ vom Schliersee oder wer oder was ist denn bitte „Bikebase“?

Wer oder was ist denn bitte „Bikebase“? Meine achtjährige Tochter Lena meldet sich aus ihrer Neuhauser Grundschule: „Papa, Du kannst mich nachher bei „Bikebase“ abholen“. Ich überlege, wer oder was ist denn bitte „Bikebase“? „Könntest Du mir bitte etwas genauer erklären was du meinst“? Allmählich lichtet sich meine „geistige Umnebelung“. Lena meint das neue Geschäft namens „Bike Base“ neben dem bestehenden Bäckerladen. Erst viel später erfahre ich ganz nebenbei, was es mit dem neuen Geschäft auf sich hat.

Im Dezember 2010 realisiert sich der Schlierseer Stefan Hütter einen langjährigen Traum und eröffnet in der Josefstaler Straße in Neuhaus sein erstes Fahrrad-Fachgeschäft (https://www.bikebase-schliersee.de). Für Stefan Hütter ist die berufliche Neuorientierung allerdings weit mehr als eine neue Geschäftsidee. Er möchte seine besondere Kompetenz und langjährige Leidenschaft für den Ausdauersport und im Besonderen für den Radsport seinen Kunden weitergeben und ihnen bestmöglichen Service bieten und beratend zur Seite stehen. In seinem Hauptberuf als Industriemeister für das Metallhandwerk in der Produktionsplanung tätig, sind mit der zusätzlichen Ausbildung zum Fahrradmechaniker die Voraussetzungen ideal.

Wer meint, mit dieser beruflichen Veränderung seien Stefans Ambitionen und insbesondere sein sportlicher Ehrgeiz befriedigt, der irrt gehörig. Stefan: „Ganz gleich, ob Skifahren, Skitouren, Laufen oder Radfahren, es muss sich bei mir immer etwas bewegen“. Sein Bruder war es, der ihn während seines ersten Triathlons im Jahr 1997 – Stefan war damals 31 Jahre alt - mit dem Triathlon-Virus infiziert hat. „Seitdem schlägt mein Herz für die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und das Laufen.“ Doch es gibt anfangs einige Vorbehalte, besonders Stefans Vater sieht das neue Vorhaben seines Sohnes eher skeptisch. Stefan leiht sich im Schlierseer Surfladen spontan einen Neopren-Anzug und schwimmt allein durch den Schliersee die 2,5 Kilometer nach Fischhausen und sieht damit seine Fähigkeiten und seinen Plan bestätigt. Wenig später meldet sich für seinen ersten Schlierseer Triathlon an.

Im Dezember 2014 werden neue Geschäftsräume bezogen. Während meines langen Gesprächs mit Stefan Hütter in seinem neueren Domizil in der Neuhauser Straße bestätigt sich meine Vermutung, Triathleten verfügen über ganz besondere Charaktereigenschaften. Neben den wichtigen mentalen Voraussetzungen und einer besonderen Leidensfähigkeit verfügen sie über einen außerordentlichen Enthusiasmus für ihren Sport. Der Zeitaufwand für das extreme Kraft- und Ausdauertraining (Stefan Hütter spricht von etwa 14 bis 15 Stunden pro Woche!), die Trainingseinheiten im Fitnessstudio, oftmals auch im hauseigenen Kraftraum, die sportmedizinischen und psychologischen Aspekte, die besondere Ernährung und weitere Faktoren machen deutlich, hier gelangen die Athleten zwangsläufig in die Grauzone zwischen Amateur- und Profistatus. Mit seinem Hinweis, zu Trainingszwecken von Schliersee ohne nennenswerte Unterbrechungen etwa 360 km nach Italien an den Gardasee zu radeln, sehe ich meine persönliche Annahme bestätigt. Außenstehende oder am allgemeinen Sportgeschehen weniger interessierte dürften sich bei derartigen Ausdauerhöchstleistungen immer wieder die Frage stellen, vor wem oder was Leistungssportler dieser Kategorie eigentlich davon fahren oder laufen… Stefans Begeisterung und sein großer Trainingsaufwand sollte jedenfalls nicht ohne Folgen bleiben.

Beim alljährlich stattfinden Schlierseer Alpen-Triathlon mit dem Anforderungsprofil 1,5 km Schwimmen im Schliersee, 40 km Radfahren mit einem Gesamthöhenunterschied von 853 Metern (inklusive dem extrem kräftezehrenden Anstieg über die steile Spitzingstraße zum gleichnamigen Sattel!) und 10 km Laufen im Bereich des fast 1.100 Meter hochgelegenen Spitzingsees bei einem Höhenunterschied von 176 Metern konnte er in den zurückliegenden Jahren die jeweiligen Bestzeiten fast immer entscheidend mitbestimmen, war oftmals bester Triathlet im hiesigen Landkreis und immer schnellster Schlierseer. (Der diesjährige Termin 2017 ist am 15. und 16.Juli.)

Doch auch Triathleten werden leider älter. Vor einigen Jahren gründete er das „Team Geiger-Medius-Bike Base“ mit der Zielsetzung, bevorzugt junge talentierte und aufstrebende Triathleten bzw. Fahrer und Fahrerinnen zu unterstützen und sie an deren Höchstleistungen heranzuführen. Heute ist Stefan Hütter 50 Jahre alt. Seinen runden Geburtstag feierte er im vergangenen Oktober im spanischen Barcelona – einem Tag, den er in seinem ganzen Leben sicherlich nie vergessen dürfte. Am Folgetag gelingt ihm im Kreise seiner Schlierseer Freunde die Qualifikation für seinen Lebenstraum: Er erkämpft sich unter 260 Teilnehmern seiner Altersklasse mit der zweitbesten Zeit die Startberechtigung für den „Ironman“ auf Hawaii, dem sicher bekanntesten und spektakulärsten Triathlon der Welt! (https://www.ironman.com)

Unterstützt wurde dieser großartige Erfolg durch einen eigens von der Sporthochschule Köln engagierten Trainer, der für ihn u.a. in Zusammenarbeit mit der Firma Medius in Schliersee (https://www.medius-fitness.de) neben spezieller Leistungsdiagnostik auch entsprechende Trainingspläne erstellt. Exakt 3,86 km Schwimmen im offenen Meer, danach 180,2 km Radfahren und abschließend einen Marathonlauf über 42,195 km sind die Eckpunkte dieses weltberühmten Ereignisses in Kailua-Kona auf Big Island, Hawaii. Am 14.Oktober 2017 ist es soweit. Die Anspannung und seine Vorfreude auf dieses sportliche Großereignis sind unbeschreiblich - die Vorbereitungen laufen bereits.

Drei wichtige Triathlon-Termine im Sommer 2017:

· 24.06./25.06.: Chiemsee-Triathlon, Infos unter http://www.chiemsee-triathlon.com

· 09.07.: DATEV Challenge Roth, Infos unter http://www.challenge-roth.com

· 15.07./16.07.: Sixtus Schliersee-Alpentriathlon, Infos unter http://www.schliersee-alpentriathlon.com

Weitere Triathlon-Termine erhält man bei der Deutschen Triathlon Union e.V. (Infos unter http://www.dtu-info.de)


 

 
Rennbericht Ironman Barcelona
Mittwoch, den 12. Oktober 2016 um 08:21 Uhr

Rennbericht Ironman Barcelona

Triathlon-Weltmeisterschaften auf Hawaii-ein Traum geht in Erfüllung

Stefan Hütter, Inhaber des Fahrradfachgeschäftes Bikebase Schliersee, träumt seit fast schon 20 Jahren den selben Traum: Einmal bei den Langstrecken-Triathlon-Weltmeisterschaften (3,8km Schwimmen, 180km Radfahren, 42,1km laufen) auf Hawaii zu starten! Und so machte er sich nach jahrelangem Ausdauertraining auf den Weg, seinen Traum endlich wahr werden zu lassen...

Die dafür nötige Qualifikation sollte Anfang Oktober beim Ironman Barcelona stattfinden-hierfür wäre Platz 1 bis 3 seiner mit 260 Teilnehmern stark besetzten Alterklasse erforderlich. Um Fehler zu vermeiden, nahm sich Stefan im Dezember 2015 einen Trainer an die Seite: Rainer Schwab, Sporthochschule Köln. Eine umfangreiche Leistungsdiagnostik im Medius Schliersee lieferte die nötigen Erkenntnisse und Grundlagen zur Erstellung des Trainingsplans. Konsequent, zielstrebig, diszipliniert und hoch motiviert ging der vollberufstätige Amateursportler ans Werk: tägliches intensives Training bestimmten seinen Alltag-die Ausdauer trainierte er hauptsächlich durch zum Teil lange Radeinheiten (Rennrad, Zeitfahrrad und Ergometer), zweimal radelte er sogar von Schliersee bis zum Gardasee (360km) in einem Tag. Einziger Wehrmutstropfen: ein Fersensporn am linken Fuß machte das Lauftraining unmöglich! Stattdessen standen unzählige einbeinige Kniebeugen und Seilzugübungen im Kraftraum auf dem Programm. Abgerundet wurde das Training mit täglichen Dehnungsübungen, physiotherapeutischer Betreuung und einem medizinischen Check. Nach einem Trainingslager auf Mallorca im Frühjahr absolvierte Stefan die ersten Triathlons: Schliersee, Neuhaus und Ebbs mit besten Ergebnissen. Diese ersten Laufeinheiten im Trainingsjahr zogen aber leider immer Schmerzen nach sich. Nach siebenmonatiger multimodaler Behandlung war die Ferse teilweise belastbar und es konnte endlich mit dosiertem Lauftraining begonnen werden. Anfang September dann das große Wunder- wie übernacht erhielt er seine Ferse zurück! Sie war nun wieder voll belastbar, schmerzfrei und Stefan überglücklich. Vorsichtig erhöhte er die Laufumfänge, absolvierte in Schliersee 2 Mitteldistanztriathlons als Leistungstests und begab sich auf die Zielgeraden der Vorbereitung auf den großen Tag in Barcelona... Die Hausaufgaben waren gemacht-Stefan war sich sicher, die angestrebte Qualifikationszeit um 9:30 Stunden erreichen zu können. Die Ortskenntnisse des letzten Jahres beim IRONMAN Barcelona im Gepäck und perfekt vorbereitet, ging er das "Unternehmen Hawaii" zuversichtlich an. Im Kreise seiner Freunde aus der Heimat Tobi Berauer, Simon Schachenmeier, Dirk Buss und Andi Pretsch, die mit ihm an den Start gingen, stellte er sich der Herausforderung am 02.10.2016 einen Tag nach seinem 50. Geburtstag. Bei besten Bedingungen mit 20 Grad Lufttemperatur, leicht bewölkt und wenig Wind stürzten sich die 5 Freunde zusammen mit 2800 anderen Athleten im Sonnenaufgang bei sanftem Seegang ins Mittelmeer. Nach 1:02 Stunde lief Stefan nach 3,8km Schwimmen als 22. seiner Altersklasse in die Wechselzone ein. Ein schneller Wechsel und ab aufs Rad! Jetzt hieß es, sich in der Paradedisziplin eine gute Endzeit zu sichern. Um erstmal in Fahrt zu kommen, hielt er sich zunächst an die geplanten 240 Watt und merkte dabei sofort, dass das nochmals optimierte Rad extrem schnell war und sehr gut lief. Somit konnte er viel weniger Watt drücken als vorgesehen, um auf der 180km langen Radstrecke die angestrebte Durchschnittsgeschwindigkeit von 38km/h zu halten. Kontrolliert und mit Kraftreserven für den bevorstehenden Marathon ausgestattet, erreichte er in 4:46 Stunden zum zweiten Mal die Wechselzone. Nach einem durchdachten etwas längerem Wechsel ging es planmäßig nach exakt 6 Stunden Gesamtzeit zur dritten und letzten Disziplin-dem Laufen. Nach 2 km erwarteten ihn die Betreuer an der Strecke, Katja rief ihm zu: "Du bist 1. in deiner Altersklasse! Lauf für deinen Traum!" Daraufhin überkam ihn ein sentimentaler Moment, sollte er es wirklich schaffen? Stefan sagte einmal mehr zu sich selbst:"Geh an deine Grenzen, du kannst dir das schönste Geburtstagsgeschenk machen!" Gesagt, getan: hoch konzentriert ging es weiter, dauernd an die Worte des Trainers denkend, Körperspannung zu halten, aufrecht zu laufen, alle 4 km ein Gel zu essen und die eigene Trinkflaschen in der Hand zu tragen, um genügend zu trinken. Die ständigen Begegnungen mit seinen Mitstreitern und Betreuern halfen ihm, an sich zu glauben. Auch auf die letzte der 3 Runden ging Stefan immer noch als Führender seiner Altersklasse. Die Information, dass die Konkurrenten bis auf einen, nicht aufholten, beruhigte ihn. Aber leider musste er dann ein Dixiklo aufsuchen und auch der ein oder andere kleinere Muskelkrampf im linken Oberschenkel zwangen ihn zu einer Verringerung seiner Geschwindigkeit. Stefan wurde klar, dass damit der Altersklassensieg verloren war, aber seinen Traum, die WM-Qualifikation zu schaffen und tatsächlich einmal in Hawaii starten zu dürfen, wollte er sich auf den letzten 6km nicht mehr nehmen lassen! Kurz darauf überholte ihn Simon und feuerte ihn nochmal an, Stefan konnte aber bei Simons langen Schritten nicht ganz dran bleiben. Dann endlich Kilometer 42! Jetzt noch die Rampe runter und auf die Zielgerade! Nach 9:37 Std lief Stefan Hütter über die Ziellinie- überglücklich rollten ihm ein paar Tränen über die Wangen, aber welche Platzierung hatte er belegt? Würde es zur Qualifikation für Hawaii reichen??? Simon, der bereits seit 3 min im Ziel war, reichte Stefan ein Bier und beide waren glücklich, einen tollen Wettkampf absolviert zu haben. Simon ging dann erst einmal duschen und danach zur Massage, Stefan aber wollte zu den Mädels gehen, um zu erfahren, wie es ausgegangen ist, da im Ziel keine Angaben zur Platzierung gemacht wurden. Somit machte er sich auf die Suche. Endlich fand er die Betreuer, seine Freundin fiel ihm um den Hals und sagte: "Du bist.........2er.!!!!" Stefans Freudenschrei hörte man sicher bis Hawaii, er war überglücklich. Sein Traum ist in Erfüllung gegangen.

"Hawaii 14.10.2017 ich komme!"

"Danke an all meine Medizinmänner, meine gute Fee Sabine, die mich jede Woche massierte, meinen Trainer Rainer Schwab und an alle, die an mich geglaubt haben, DANKE!"

 
Tölzer Triathlon 2014!!!
Samstag, den 02. August 2014 um 06:15 Uhr

Bericht zum Tölzer Triathlon 2014!!!

Vom sau kalten Kirchsee, über verdammt harte 40km durchs Oberland und einem schnellen 10er bis hin zum dritten Sieg in Folge mit neuem Streckenrekord ;-)

Ich fange mal am Tag zuvor an! Ich fühlte mich super, habe die Wochen nach Rimini super trainieren können. So nahm ich vor Tölz auch fast nicht mehr aus dem Training raus.

Ich fuhr also am Vormittag noch schöne 2,5h locker Rad, machte mich dann auf den Weg nach Sachsenkam an den Kirchsee, wo am Sonntag Morgen um 8.40Uhr der Startschuss ertönen sollte.

Das schwimmen fühlte sich gut an, auch nicht zu kalt, wohl so um die 17 Grad, also alles perfekt! Nachdem ich meine Startnummer geholt habe gings dann auch nach Hause und ich habe relaxed bzw noch eine Kleinigkeit gegessen. Um 22Uhr bin ich pünktlich ins Bett.

Sonntag um 5:30 Uhr klingelte schon der Wecker. Frühstücken und dann los zum Kirchsee!

Ich fühlte mich gut, die ganze Zeit vorm Start! Das einzige was mir etwas Kopfzerbrechen bereitete war der See!  14,7 Grad zeigte das Thermometer in der Früh an (6 Grad Außentemperatur). Bis zum Start erhitze sich der See noch bis auf 15,5 Grad, auch nicht so arg warm ;-)

So bin ich 20min vor Schwimmstart ins Wasser und bin auch bis 3min vorm Start eingeschwommen, bei diesen Temperaturen bekommt man sehr leicht Atemnotattacken!

Es ging also los und ich konnte von Anfang an das Tempo mitbestimmen! Bis ca 400m der Schwimmstrecke, da schwamm ich aus Unachtsamkeit einfach zu nah an Maxi Krumm heran, der mit mir das Rennen im Wasser anführte, so habe ich 2 Atemzüge hintereinander Wasser geschluckt, dämlich von mir! Ich musste deshalb tief Luft holen und habe somit die beiden vorne kurz aus den Augen verloren, das hieß für mich ich bin immer ca in 10sek abstand zu ihnen geschwommen und kam nicht mehr ran. So kamen wie nach 21:20min aus dem Wasser. Warum die Zeit so langsam war konnten wir uns alle nicht erklären, vllt das kalte Wasser, vllt Gegenwind, denn eigentlich waren die ersten vier, inklusive mir Schwimmer die bei 19-19:30min aus dem Wasser kommen. Naja, raus aus dem kühlen Nass und ab aufs Rad!

Bis zum Rad hatte ich leider noch kein Gefühl in meinen Füßen, dementsprechend schwer fiel mir dann auch der Wechsel!!! Ich wollte in den Schuh und kam nicht rein, so verlor ich wertvolle Sekunden die ich erst wieder zufahren musste, dass das soooo hart wird dachte ich bei Leibe nicht!!!

Maxi Krumm, den Zweitplatzierten hatte ich schon nach 3km eingeholt und konnte vorbeiziehen, ich fand recht schnell meine Beine und konnte gut Gas geben. Mit ganz schön viel Dampf schoß ich dann in Richtung Dietramszell! Felix Zimmermann, der zu dem Zeitpunkt führte donnerte mächtig in die Pedale, so benötigte ich ca 15km um an ihn heran zu kommen, ich einer Abfahrt wollte ich dann auch gleich an ihm vorbei und schoss dort mit über 70km/h in die Gerade rein und trat weiterhin bis zur nächsten Steigung (ca 1km) mit knapp 360W durch. An der Steigung angekommen sah ich dass Felix immer noch dran ist, das hat mich doch ein wenig überrascht!

Ich kürze das ganze mal ein wenig ab, ich habe ihn bis zur zweiten Wechselzone nicht weg bekommen, im Gegenteil, fast hätte er mich noch abgeschüttelt auf den letzten 3km, aber ich drückte was geht um dran zu bleiben!!!

In absoluter REKORDZEIT sind wir die 40km rund um Tölz gefahren!!! Reine Fahrzeit auf diese bergige und schwer zu fahrende Strecke 59:45min (mit beiden Wechseln 01:02:49std). Für die Leute die es interessiert, meine Durchschnittswatt lagen bei 330W.

Fürs Laufen gab es für mich jetzt nur noch einen Plan, so schnell wie möglich wechseln und dann sowas von brutal anlaufen!!! Mein Wechsel war sehr schnell und ich bin wirklich losgelaufen wie ein Geisteskranker, die Treppen hoch und weiter dachte ich mir, bergauf so schnell wie es geht (bis zum Wendepunkt bei 2,5km geht’s fast nur bergauf). Ich schaute nicht um, versuchte nur die Schmerzen im Bauch (durch das harte Radfahren schon ein wenig verkrampft) zu unterdrücken und weiter Gas zu geben. Nach 1,5km schaute ich einmal kurz in einer Kurve zurück und sah, dass Felix schon weit hinter mir war. Ich wusste dass da schon noch was kommen kann, also bin ich schnell weiter, aber nicht mehr in diesem ganz harten Bereich!

Meter für Meter konnte ich meinen Vorsprung auf die Verfolger vergrößern und sah das auch bei jeder Wende!

Nach einer Laufzeit (die schnellste je in Tölz gelaufene Zeit) von 34:06min konnte ich wieder mit Streckenrekord 01:58:26h das dritte mal in Folge den Triathlon in Bad Tölz gewinnen :-D

Alles in allem war das Rennen schon sehr gut gelaufen, ich bin sehr zufrieden, ich denke ich bin auf dem richtigen Weg!

So, jetzt geht die harte Arbeit weiter, in zwei Wochen geht’s in Indeland (nähe Aachen) bei einer Mitteldistanz wieder rund!!!

Bis bald,

 

euer Markus


 
17th international Triathlon de Portocolom
Samstag, den 02. August 2014 um 06:10 Uhr

Mein erster internationaler Profi Sieg!!!

Hallo alle zusammen,

ersteinmal will ich mich bei jedem einzelnen von Euch bedanken, ohne Euch wäre die Entwicklung meiner Leistung nie soweit gekommen, bzw das was noch kommen wird. Speziell in dieser Sportart brauchen wir Athleten den Rückhalt der Sponsoren, und den habe ich mit Euch zu 100%, VIELEN, VIELEN DANK!!!!!!!

Was soll ich sagen, ich bin einfach überwältigt  von dem was gestern passiert ist!!! Als ich hier auf Mallorca ankam fühlte ich mich sehr gut, ich konnte sehr gut trainieren die Wochen zuvor, ein kleiner Infekt hat sich zwar zwei Wochen vor dem Rennen eingeschlichen, aber den habe ich ohne krank zu werden überstanden! Ich nahm einige Tage beim Training die Intensität raus und nach 5 Tagen lockeren dahin trainieren war alles wieder gut!

Aber zurück zur Ankunft in Felanitx. Ich fühlte mich sehr gut die Tage vor dem Rennen und hatte auch wieder richtig Lust darauf Rennen zu bestreiten! Ich war richtig heiß darauf mich der internationalen Konkurrenz zu stellen!

Ich kam also am Mittwoch den 8.4. an und startete gleich mit dem Training, der Plan war 11 Tage Trainingslager und ein Rennen, gesagt getan, an Training wurde also nicht gespart bis zum Sonntag (13.04.) ;)

Mittwochs angekommen, dachte ich es gibt eine lange lockere Radeinheit, doch da habe ich falsch gedacht, 30min da und ab aufs Rad, Hill Reps 45min (6min 330W 60bpm Aeroposition den Berg hoch, oben umdrehen runterrollen, dann wieder das selbe, 45min lang. Normalerweiße geht das dann 1h so, uns wurde also 15min erlassen ;-)  ).  Plus ein- und ausfahren warens dann gesamt 3h , nach einer kurzen Pause nochmal 1,5h aufs Rad und ausfahren. Das Training lief weiterhin sehr gut, und so sollte es auch bis zum Rennen bleiben.

Zum Rennen:

Am Freitag und Samstag war ich viel in Portocolom (außer wenn wir trainiert haben, geschlafen oder gegessen) um an der Pressekonferenz teilzunehmen, Räder einzuchecken, die Strecken nocheinmal im Detail zu erfragen uvm.

So verging die Zeit sehr schnell bis zum Sonntag. Am Freitag hatte ich dann auch einen krassen Anflug von nervosität, nach einer so langen Rennpause ist es immer gewöhnungsbedürftig wieder an einem Wettkampf teilzunehmen.

Am Samstag habe ich dann also mein Rad eingecheckt, die Konkurrenz nocheinmal gecheckt und dann das Abendessen genossen! Danach gings recht früh ins Bett.

Sonntag klingelte um 5:30 Uhr der Wecker, ich konnte sehr, sehr gut schlafen. Nun hieß es Frühstücken und ab nach Portocolom.

In Portocolom angekommen verspürte ich richtig Lust heute gas zu geben, ich wusste, dass ich gut trainiert habe und sehr viel fitter bin als letztes Jahr.

Dann traf ich auch schon auf meine Mitstreiter, allen voran Florian Kriegl (Pewag Racing Team, Team in dem auch Faris Al Sultan und Marino Vanhoenacker sind), Florian ist als sehr guter Radfahrer bekannt. Ebenso traf ich Fabian Rahn, ein sehr starker Radfahrer und Läufer. Juan Nadal, ein lokaler Top Triathlet war ebenfalls am Start, ihn traf ich oft im Schwimmbad in Felanitx, also wusste ich der Junge kann was. Ansonsten waren noch sehr viele gute Spanier da und noch einer, der von allen als der Topfavorit gehandelt wurde Timothy van Houtem.

Es war also ein mit sehr guten Triathleten gespicktes Feld! Um 8:45 Uhr viel dann der Startschuss, ich konnte sofort an die Spitze des Feldes schwimmen. So war ich von Anfang an an dritter Position, der eine Kilometer Schwimmen verging wie im Fluge und ich konnte schwimmen wie noch nie vorher in einem Rennen. Ich merke dass sich das Training und die Umstellungen in der Technik bezahlt gemacht haben. So stieg ich nach einem Kilometer mit 12:50min als dritter aus dem Wasser, ich konnte somit schoneinmal mehr als eine Minute auf die größte Konkurrenz herausholen.

Dem Wasser entstiegen war ich schon zweiter. Nach dem Wechsel ging es auf die 100km lang und extrem bergige Radrunde, bei der wir 2x den berühmt berüchtigten Sant Salvador erklimmen mussten. Die 100km hatten knapp an die 2000hm wurde mir vorher vom Veranstalter gesagt, also verdammt hart! Gottseidank kannte ich die Runde wie aus dem FF, da wir hier immer Trainiert haben!

Zurück zum Radfahren. Nach 1km war ich schon in Führung gegangen, in einem knapp 4km langen Anstieg direkt nach der Wechselzone. Ich fand einen super Rhythmus und wusste ich muss mir die 100km gut einteilen, auf der zweiten Runde gewinnt oder verliert man dieses Rennen!!!! So lag ich 25km in Führung ehe von hinten wie ein verrückter Florian Kriegl an mir vorbeizog, ich versuchte kurz sein Tempo mit zu gehen, musste aber feststellen, dass ich das niemals noch 75km fahren kann. Ich trat 350W als ich mit ihm fuhr, das nichteinmal eine Minute, ich wusste ich muss mich auf mich konzentrieren. Gottseidank hatte ich vorher mit Jo Spindler (meinem Trainer) eine taktische Marschrute ausgemacht, bei der wir auch die zu tretenden Watt besprachen. Zu dem Zeitpunkt als Florian an mir vorbei fuhr waren es noch 5km zum ersten mal Sant Salvador (5km Anstieg, /% Steigung im Schnitt). So ließ ich Florian ziehen und konzentrierte mich auf mich, ich wusste ich kann das Tempo 100km fahren und dann noch gut Laufen (soweit man es wissen kann, passieren kann natürlich immer was, Krämpfe, ein Defekt, ein Sturz o.ä.). Ich wusste zu dem Zeitpunkt auch, dass Florian kein überragender Läufer ist.  Bis zum Ende der ersten Runde verlor ich 1:10min auf Florian, die restlichen Verfolger waren schon sehr weit weg. So kämpfte ich auf der zweiten Runde weiter um den Abstand nicht zu groß werden zu lassen. Zwischenzeitlich betrug der Abstand 1:50min. Dann verlor Florian vorne zunehmend an Boden, ich holte Sekunde um Sekunde auf. Es ging zum zweiten mal rauf nach Sant Salvador, unten hatte ich einen Rückstand von 1:30min. Ich wurde unten so brutal von Lisa angefeuert, einer weiteren Athletin von Jo, dass ich die nächsten 500m im Anstieg Gänsehaut hatte (bekomme ich immer noch beim schreiben). Rauf liefs super für mich, konnte meine Watt tretten, auch wenns weh tat. Oben sah ich Florian, er war nicht mehr weit weg, ich wusste ich komme näher! Mit diesem Gefühl fährt es sich etwas leichter und die Schmerzen fühlen sich garnicht mehr so schlimm an ;-)  unten an der Kreuzung angekommen, noch 15km bis zur Wechselzone stad Jo (Joseph Spindler, mein Coach). Er sprintete ca 150m mit mir mit (und ich war alles andere als langsam unterwegs!!!) Er schrie wie ein Irrer ,,Markus, nur noch eine Minute, der ist Platt, den holst Du Dir, DU gewinnst das Ding‘‘, ich hatte den kompletten Anstieg (nochmal ca 1km) Gänsehaut, ich trat in die Pedale, ab gings nach vorne, jetzt wusste ich, dass ich an diesem Tag alle schlagen kann. Aber noch waren es knapp 15km bis zur Wechselzone und 10km Laufen.

Ich fuhr sehr fokussiert und konzentriert bis zur Wechselzone, versuchte nicht zu überpacen, mich noch gut zu ernähren. So kam ich mit genau 1min Rückstand in die Wechselzone. Jetzt konnte mich nichts mehr halten, mit der bei weitem besten Wechselzeit von 26Sek. nahm ich die 10km in Angriff, ich lief die ersten 1,5km in einem wahnsinnigen Tempo an. Da sah ich auch schon Florian, ca 300m vor mir. Ich sah, dass er schwer zu kämpfen hatte. Also nahm ich etwas an Tempo raus, und lief kontinuirlich auf ihn auf. Nach 3km dann lief ich an ihm vorbei, ich hab nochmal angezogen, da ich nicht sicher war ob er noch was zusetzten konnte. Ca 2 Minuten nachdem ich ihn überholt habe konnte ich in einer Kurve unauffällig nach hinten blicken und niemand war zu sehen. Bis zum Wendepunkt auf die zweite Runde habe ich schon 1 Minute rausgelaufen. Dann kam ich an Jo vorbei, der in der Zwischenzeit schon wieder unten beim Laufen war, er schrie mir entgegen ich soll rausnehmen und die letzten 5km genießen. Ich tat was mir Jo gesagt hat, ich lief immer noch sehr schnell, aber in einem Bereich, in dem es nicht so arg weh tat. So lief ich die letzten km sehr konzentriert und kontrolliert zu ende. 300m vor dem Ziel realisierte ich das erste mal so ein wenig, dass das ein erster internationaler Sieg sein wird, da kullerten mir ein oder zwei Tränchen die Wange runter. Bis zum Zielkanal ging es dann aber schon wieder und ich wurde von einer Vielzahl frenetisch jubelnder Zuschauer empfangen. Meine Eltern standen direkt vorm Ziel, so konnte ich sie noch umarmen und die letzten Meter richtig genießen und meiner Freude freien Lauf lassen.

Ich gewann das Rennen in einer Zeit von 03:41:52 std.  (1km swim 12:50min / 100km Rad 2:50:13 std knapp 2000hm / 10,6km run 37:01) mit 4minuten Vorsprung.

Es war ein unbeschreiblicher Tag, ich merke, dass ich diesen Winter richtig gut trainieren konnte!!! Ich freue mich auf eine super Saison 2014, Vielen Dank Euch allen!!!!

Viele Grüße,

 

Euer Markus



 
2014!
Freitag, den 10. Januar 2014 um 06:57 Uhr

 

Die Bikesaison 2014 ist heute eröffnet 09.01.2014

ich wünsche all meinen Kunden, Freunden und Bekannten ein gesundes und erfolgreiches 2014
Euer Team von BikeBase Schliersee

 


Markus Pötzinger
Christian Kehrer
Stefan Hütter

 
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